Beitragsrückstand Krankenversicherung

Sehr häufig denken Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung oder in der privaten Krankenversicherung versichert sind, dass sie im Falle des Beitragsrückstandes aus der Versicherung ausscheiden.

Dies stimmt nicht mehr. Es gilt die allgemeine Versicherungspflicht, d.h. jede Person muss krankenversichert sein und kann aufgrund von Beitragsrückständen auch nicht aus der Krankenversicherung/Krankenkasse ausscheiden.

 

 

Ruhender Leistungsanspruch


Wenn entsprechende Beitragsrückstände entstehen, ist das Prozedere im Wesentlichen bei privater und gesetzlicher Krankenversicherung gleich. Die Leistungen werden auf ruhend gestellt, d.h. es werden nur noch die notwendigsten Leistungen, vor allem akute Erkrankungen und Schmerzzustände, Leistungen bei Schwangeren und Mutterschaft gewährt. Hierbei darf die Versicherungskarte indes nicht mehr genutzt werden.

In der Praxis steht der freiwillig Pflichtversicherte, bzw. der Privatversicherte damit schlechter, als andere potentielle Patienten. Oftmals muss erst mit dem Arzt entsprechend besprochen werden, was im Einzelfall noch behandelt werden kann. Die Ärzte sind hierbei oftmals nicht sehr erfreut, ist es doch mit einem erheblichen Risiko im Einzelfall verbunden, ob die Leistung im Nachhinein als notwendig angesehen wird. Dies fühlt sich für den Patienten oftmals wie ein Spießrutenlaufen an.

Besonders unschön ist zudem, dass der Versicherte, obwohl er die Beiträge nicht zahlen kann, weiterhin beitragspflichtig ist, sich die Rückstände, zumal mit Säumniszuschlägen, erhöhen können. Selbst wenn der Versicherte, z.B. nach Aufgabe der Selbständigkeit als nunmehr Pflichtversicherter wieder Beiträge zahlt, bzw. der Arbeitgeber, bleiben die Beschränkungen der Leistungen bis zur vollständigen Zahlung der rückständigen Beiträge grundsätzlich erhalten.

Der Betroffenen kann indes in entsprechend niedrigere Tarife der privaten Krankenversicherung indes wechseln. Zudem gibt es oftmals die Möglichkeit, wenn die Einnahmesituation schlecht ist, in der Krankenkasse als freiwillig Pflichtversicherter, die monatlichen Beiträge entsprechend anzupassen.

Wir bieten Ihnen an, Ihre Unterlagen entsprechend zu überprüfen, ob die Forderungen der Krankenkasse/Krankenversicherung der Höhe nach zutreffend sind.
Zudem können wir Ihnen bei Ratenzahlungsvereinbarungen gegenüber der Krankenkasse/Krankenversicherung behilflich sein.






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